Das Thema Nachhaltigkeit begegnet uns beinahe täglich und überall. Das ist richtig und wichtig, dann Nachhaltigkeit ist die Zukunft, die gestern begonnen hat und heute geformt wird.
 
Wir von UNO INO wissen, für Unternehmen und Organisationen meint Zukunft nachhaltiges Wirtschaften. Neues Wirtschaften.
 
Wir wissen auch: Der Weg der Nachhaltigkeitstransformation ist komplex.
 
Komplexitäten reduzieren und Veränderung leben kann nur, wer Nachhaltigkeit wirklich versteht und als Überzeugung verinnerlicht. Beides setzt Wissen voraus.
 
In Fortführung unseres Abkürzungsverzeichnisses haben wir daher wesentliche Begriffe zur Nachhaltigkeit als Glossar für Sie aufbereitet.
 
Gestalten Sie Zukunft!

Agenda 2030

Die Agenda 2030 bildet den globalen Rahmen für eine ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltige Entwicklung bis 2030. 2015 wurde sie von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet, um ein würdevolles Leben für alle zu gewährleisten und die natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere für zukünftige Generationen, dauerhaft zu bewahren. Die Agenda umfasst die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs).

Quelle: https://www.bmz.de/de/agenda-2030

Biodiversität

Biodiversität (biologische Vielfalt) umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, Arten und die genetische Vielfalt. Diese stehen in Wechselwirkung. Biodiversität geht aufgrund von Landnutzungswandel, Klimawandel und invasiven Arten zurück und nähert sich der planetaren Grenze.

Quelle: https://www.da-direkt.de/nachhaltigkeit/ratgeber/begriffe-nachhaltigkeit

Biosphäre 

Die Biosphäre bezeichnet die von Lebewesen besiedelten Teile der Erde. Im Kontext der Kreislaufwirtschaft sind umweltfreundliche Verbrauchsmaterialien in der Biosphäre von Bedeutung, da sie in biologischen Kreisläufen genutzt werden.

Quelle: https://www.biologie-seite.de/Biologie/Biosphäre

Circular Economy

Die Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) ist ein nachhaltiges Wirtschaftssystem, das auf kontinuierlichen Material- und Energiekreisläufen basiert. Ziel ist die Verlängerung der Lebens- und Nutzungsdauer von Materialien und die Vermeidung von Abfall. Dies steht im Gegensatz zur Linearwirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft fördert die nachhaltige Nutzung von Ressourcen durch die Maximierung von Recycling, Wiederverwendung und Reduzierung von Abfall.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#k

Clean Developement Mechanism (CDM)

Der Clean Development Mechanism (CDM) ermöglicht es Ländern, Emissionsreduktionsprojekte in Entwicklungsländern durchzuführen. Diese Projekte generieren zertifizierte Emissionsreduktionsgutschriften (CER), die auf die Erfüllung von Kyoto-Zielen angerechnet werden.

Quelle: https://www.bmz.de/de/service/lexikon/clean-development-mechanism-cdm-14182

Carbon Disclosure Project (CDP)

Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine Organisation, die die Treibhausgasemissionen von Unternehmen erfasst. Unternehmen werden gebeten, Umweltdaten freiwillig zu melden, um Investoren, Unternehmen und Regierungen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/carbon_disclosure_project_cdp_1622.htm

Corporate Sustainability Due Diligence Directive  (CSRDDD)

EU-Lieferkettengesetz, das Parallelen zum deutschen LkSG aufweist. Hinweis: Noch laufender Gesetzgebungsprozess.

Quelle: https://www.docurex.com/was-ist-corporate-sustainability-due-diligence-directive-csddd/#:~:text=Die%20Corporate%20Sustainability%20Due%20Diligence,ihrer%20globalen%20Wertsch%C3%B6pfungsketten%20zu%20verpflichten.

CO2-Äquivalent

Das CO2-Äquivalent (CO2e) ist eine Einheit, die das Treibhauspotenzial eines Gases im Vergleich zu CO2 angibt. Sie vereinheitlicht die Beschreibung der Klimawirkung verschiedener Treibhausgase.

Quelle: https://www.da-direkt.de/nachhaltigkeit/ratgeber/begriffe-nachhaltigkeit

CO2-Emissionsketten

CO2-Emissionsketten beschreiben, in welchen Bereichen einer Wertschöpfungskette CO2-Emissionen auftreten. Dies umfasst direkte Emissionen sowie indirekte Emissionen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/c/co2_687.htm

CO2-Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck berechnet die Gesamtmenge an CO2-Emissionen, die durch menschliche, industrielle oder unternehmerische Aktivitäten verursacht werden. Er umfasst direkte und indirekte Emissionen.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/c/co2_687.htm

CO2-Handel

CO2-Handel bezeichnet den Handel mit Rechten zur CO2-Emission. Es wurde durch das Kyoto-Protokoll eingeführt und basiert auf dem Prinzip des Cap-and-Trade.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/der-europaeische-emissionshandel

Corporate Carbon Footprint

(CO2-Bilanz) Der Corporate Carbon Footprint (CCF) ist die CO2-Bilanz eines Unternehmens. Er erfasst direkte und indirekte Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Quelle: https://www.cubemos.com/nachhaltigkeits-glossar/corporate-carbon-footprint

Cradle to Cradle

Cradle to Cradle (C2C) ist eine Designphilosophie, die einen geschlossenen Kreislauf anstrebt, bei dem Materialien ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden. Es ist auch ein zertifizierter Produktstandard.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive)

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, die am 5. Januar 2023 in Kraft treten ist. Sie ist eine Weiterentwicklung der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) und wurde eingeführt, um den Offenlegungsprozess zu verbessern und die Auswirkungen der Aktivitäten von Unternehmen auf Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung (ESG) auf einfache und konsistente Weise transparent zu machen und zu vergleichen. Die CSRD legt u.a. fest, welche Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind und wie diese anhand ESRS (European Sustainability Reporting Standards) und zahlreicher Indikatoren (sog. Key Performance Indicators – KPIs) zu gestalten ist.

Quelle: https://www.csr-in-deutschland.de/DE/CSR-Allgemein/CSR-Politik/CSR-in-der-EU/Corporate-Sustainability-Reporting-Directive/corporate-sustainability-reporting-directive-art.html

Dekarbonisierung

Die Dekarbonisierung bezeichnet die Abkehr von Kohlenstoff hin zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft mit dem langfristigen Ziel, keine Treibhausgasemissionen durch Wirtschaftstätigkeiten mehr auszustoßen, insbesondere durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen.

Quelle: https://klimavest.de/de/wissen/glossar/dekarbonisierung/

Donut-Ökonomie

Die Donut-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das Wachstum mit Umwelt- und sozialer Verantwortung vereint. Der äußere und innere Kreis eines Donuts repräsentieren die planetaren und sozialen Grenzen.

Quelle: https://difu.de/nachrichten/was-ist-eigentlich-donut-oekonomie

Doppelte Wesentlichkeit

Der Begriff der „doppelten Wesentlichkeit“ wurde im Rahmen der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), eingeführt. Es verpflichtet Unternehmen, die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsaspekten aus zwei Perspektiven zu betrachten:

  • 1. Inside-Out-Perspektive (sog. „Impact Materiality“): Unternehmen ermitteln die tatsächlichen und potenziellen positiven und negativen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf verschiedene Nachhaltigkeitsthemen.
  • 2. Outside-In-Perspektive (sog. „Financial Materiality“): Unternehmen betrachten die Chancen und Risiken von Nachhaltigkeitsthemen für die finanzielle Situation des Unternehmens und die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells.

Dieses Prinzip führt dazu, dass deutlich mehr Informationen berichtsrelevant werden und die CSR-Berichte damit aussagekräftiger werden. Es bedeutet, dass Unternehmen sowohl über die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt als auch über die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen berichten müssen.

Quelle: https://dfge.de/doppelte-wesentlichkeit-erklaert/

Drei-Säulen-Modell
Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit versteht die Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie als gleichberechtige Elemente, die sich gegenseitig bedingen. Nachhaltige Entwicklung erfordert demnach die Verbindung wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit. Das Modell wurde maßgeblich durch den Diskurs auf der Konferenz der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro geprägt.

Earth Hour

Die Earth Hour ist eine globale, friedliche und symbolische Protestaktion für den Umwelt- und Klimaschutz. Alle Teilnehmer:innen schalten dabei für eine Stunde das Licht in privaten und öffentlichen Gebäuden oder auch an berühmten Wahrzeichen aus, um Aufmerksamkeit für wirkungsvollere politische und wirtschaftliche Maßnahmen einzufordern.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Earth Overshoot Day

Der Earth Overshoot Day (übersetzt Erdüberlastungstag) ist der Tag im Jahr, an dem wir Menschen mehr natürliche Ressourcen verbraucht haben, als die Erde im gesamten Jahr reproduzieren kann.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Emission Trading Scheme (ETS) Das[AV1]  Emissionshandelssystem (EHS) oder Emission Trading Scheme (ETS) ist ein marktbasiertes Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Es setzt auf Handelsrechten für Emissionen. Dabei handelt es sich um den Handel mit Zertifikaten, die Unternehmen und Staaten das Recht einräumen, eine bestimmte Menge an Treibhausgasen in die Atmosphäre auszustoßen. In Europa gibt es ein solches System, das European Union Emissions Trading System (EU-ETS). In Deutschland existiert das nationale Emissionshandelssystem (nEHS).

Quelle: https://climate.ec.europa.eu/eu-action/eu-emissions-trading-system-eu-ets_en

Energieeffizienz 

Energieeffizienz bezeichnet die effektive Nutzung von Energie durch Prozesse und Systeme. Dies minimiert Energieverluste und trägt zur Reduzierung von Umweltauswirkungen bei.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/e/effizienz_814.htm

Energieneutralität

Energieneutralität bedeutet, dass der Energieverbrauch durch erneuerbare Energiequellen ausgeglichen wird. Organisationen oder Regionen streben danach, so viel erneuerbare Energie zu erzeugen oder zu nutzen, wie sie verbrauchen, um eine nachhaltige Energiebilanz zu erreichen.

Quelle: https://www.dw.com/de/mit-energieneutralem-bauen-jede-menge-sparen/a-3956827#:~:text=%22Ein%20energieneutrales%20Gebäude%20heißt%20im,Gebäudes%20brauche%22%2C%20erklärt%20Rau.

Erneuerbare Energien 

Erneuerbare Energien sind nachhaltige Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser. Sie bieten eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

ESRS (European Sustainability Reporting Standards)

Die ESRS sind einheitliche und verbindliche europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zum Teil bereits am 31.07.2023 veröffentlicht wurden. Sie sind Bestandteil der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und dienen der Transparenz und Verantwortlichkeit von Unternehmen. Fragen Sie unsere Experten nach mehr Informationen über die CSRD-Pflicht in Ihrer Branche.

Quelle: https://sustainabilityand.com/de/aktuelles/blog/esrs-european-sustainability-reporting-standards#:~:text=Was%20sind%20die%20ESRS%20und,für%20große%20Kapitalgesellschaften%20verpflichtend%20wird.

Earth Day
Earth Day ist ein internationaler Aktionstag, der 1970 durch verschiedene Bewegungen initiierte und von den Vereinten Nationen manifestiert wurde. „Der Tag der Erde“ wird jährlich am 22. April unter einem bestimmten Motto begangen und will auf Umwelt- und Klimaprobleme aufmerksam machen und für einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisieren.

European Green Deal
Der European Green Deal (Englisch für: Europäischer Grüner Deal) ist ein von der EU-Kommission im Dezember 2019 vorgelegter Klimaplan, der zur Erreichung des Pariser Klimaabkommen beitragen soll. Er strebt eine klimaneutrale, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft bis 2050 in der EU an. Zur Umsetzung werden umfassende Aktionspläne, Strategien und Gesetzesvorhaben u. a. in den Bereichen Umweltschutz, Biodiversität, Landwirtschaft, Mobilität, Kreislaufwirtschaft sowie Finanzen auf den Weg gebracht.

EU-Klimaschutzgesetz
Das EU-Klimaschutzgesetz wurde im Juni 2021 beschlossen und setzt die Vorgabe des European Green Deal (Klimaneutralität bis 2050) als rechtsverbindliches Ziel fest. Verpflichtend festgelegt wird zudem die Senkung der EU-Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent. Deutschland hat im Juni 2021 ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, welches Klimaneutralität bereits bis 2045 vorsieht.

EU-Sorgfaltspflichtengesetz
Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einen Entwurf für ein EU-Sorgfaltspflichtengesetz (EU-Lieferkettengesetz). Damit soll ein europaweit verbindlicher Rahmen für Unternehmen geschaffen werden, um die Einhaltung von Menschen- und Kinderrechten, Arbeitsnormen und Umweltvorschriften entlang globaler Lieferketten zu verbessern. Deutschland hat im Juni 2021 ein nationales Gesetz Lieferkettengesetz verabschiedet.

EU Taxonomie

Die EU Taxonomie ist ein Klassifikationssystem, das Wirtschaftsaktivitäten danach bewertet, inwieweit sie ökologisch nachhaltig sind. Es soll Investoren und Unternehmen dabei helfen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen und das sogenannte „Greenwashing“ zu vermeiden.

Quelle: https://eu-taxonomy.info/de/info/eu-taxonomy-grundlagen#:~:text=Was%20genau%20ist%20die%20EU,grüner%2C%20nachhaltiger%20oder%20umweltfreundlicher%20Tätigkeit.

Fair Trade 

Fair Trade (fairer Handel) fördert gerechte Beziehungen und Bedingungen im internationalen Handel. Ziel ist es, Produzenten in Entwicklungsregionen angemessen zu entlohnen.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Gemeinwohl-Ökonomie
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein 2010 formuliertes ethisches Wirtschaftskonzept, welches das Wohl von Mensch und Umwelt anstelle von Gewinnmaximierung zum obersten Ziel von Wirtschaften erklärt. Sie ist auf grundlegenden Werten wie Nachhaltigkeit, Menschenwürde, Solidarität, ökologischer Verantwortung und demokratischer Mitbestimmung aufgebaut.

Green New Deal

Der Green New Deal ist ein politisches Programm, das auf umfassende ökologische Nachhaltigkeit abzielt. Er beinhaltet Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Schaffung grüner Arbeitsplätze und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Quelle: https://stiftung-umweltenergierecht.de/veranstaltungen/green_deal_erklaert/

Green Bond Standard
Der Green Bond Standard ist ein wesentlicher Bestandteil des Sustainable Finance Aktionsplans der EU und stellt ein Gütesiegel für Anleihen zur Finanzierung von nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutzprojekten im Sinne der EU-Taxonomie dar. Der freiwillige Standard sieht bestimmte Anforderungen für Emittenten vor (z. B. Publizitätspflichten, Verwendungsbeschränkung der Emissionserlöse, Prüfpflichten). Er befindet sich noch in der Entwurfsfassung.

Green Growth
Green Growth (Englisch für: Grünes Wachstum) ist ein alternatives Wirtschaftswachstumsmodell. Der zum Schutz von Klima und Umwelt erforderliche Umbau der Wirtschaft hin zu Nachhaltigkeit und mehr Energie- und Ressourceneffizienz resultiere nicht in Wohlstandsverlust. Vielmehr führe er z. B. durch Erschließung neuer grüner Märkte und durch umwelt- und klimaverträgliche Innovationen zu Wettbewerbsvorteilen und neuen Geschäftsfeldern.

Greenhouse Gas Protocol
Das Greenhouse Gas Protocol ist ein internationaler Methodenstandard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen, der durch Zusammenarbeit privater Organisationen und Unternehmen entwickelt worden ist. Er enthält verschiedene Einzelstandards je nach Organisationsform der Emittenten (z. B. Organisationen, Städte und Gemeinden, Regierungen, Politik, Unternehmen) oder Betrachtungsobjekt (z. B.  Einschätzung der Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, Produktstandard). 

Green New Deal
Der Green New Deal ist ein politischer Forderungskatalog für eine umfassende Transformation des derzeitigen Wirtschafts- und Sozialsystems der USA, der 2018 durch Graswurzelbewegungen (Sunrise Movement) und mit Unterstützung verschiedener Kongressabgeordnete formuliert wurde. Er enthält Forderungen u. a. für die Bereiche Klimaschutz, Bildung, Gesundheit, Minderheitenrechte und Generationengerechtigkeit. Der Name wurde in Anlehnung an die Errungenschaften des New Deal von Franklin D. Roosevelt gewählt.

Greenwashing
Greenwashing bezeichnet eine gezielte Marketing- oder PR-Strategie insbesondere von Unternehmen zur Steigerung von Profiten und zur Imagepflege, die bewusst bestimmte Produkte oder das Unternehmen selbst nachhaltiger und umweltfreundlicher darstellen als es tatsächlich der Fall ist.

Industrielle Symbiose
Die Industrielle Symbiose ist ein prozessorientiertes Konzept, bei dem ein Unternehmen oder eine Branche Abfälle oder Nebenprodukte (einschließlich Energie, Wasser, Logistik und Material) eines anderen Unternehmens nutzt. Dies trägt zur Steigerung der Ressourceneffizienz bei und führt im Idealfall zu geschlossenen Kreisläufen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Kippelemente
Kippelemente („tipping elements“) sind überregionale Bestandteile innerhalb des Klimasystems, die in Wechselwirkung zueinander stehen. Erreichen Kippelemente bestimmte kritische Werte (Klimakipppunkte), kann es zu unumkehrbaren Klimaveränderungen kommen. Kippelemente werden in 3 Kategorien unterteilt (Eiskörper, Strömungssysteme, Ökosysteme).

Klimaanpassung Klimaanpassung umfasst Maßnahmen, die Gemeinschaften dabei unterstützen, sich an die bereits unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen.

Quelle: https://www.bmuv.de/themen/klimaanpassung/ueberblick-klimaanpassung

Klimakipppunkte
Klimakipppunkte sind durch die globale Erderwärmung ausgelöste Veränderungen von Kippelementen im Klimasystem. Wichtige Kipppunkte sind das Schmelzen der Arktis, Auftauen von Permafrostböden oder das Absterben von Warmwasser-Korallen. Werden Klimakipppunkte erreicht, kann eine Kettenreaktion entstehen, welche die Erderwärmung unumkehrbar vorantreibt und das Leben auf der Erde existenziell bedroht. Eine Begrenzung der Erwärmung auf 1 bis 2 °C kann das Eintreten der Klimakipppunkte verlangsamen.

Klimaneutralität

Klimaneutralität bedeutet, dass alle durch eine Aktivität verursachten CO2-Emissionen entweder vermieden oder durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Klimawandel

Der Klimawandel bezeichnet langfristige Veränderungen im Klima, insbesondere die globale Erwärmung aufgrund von menschlichen Aktivitäten.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Klimatransformation
Klimatransformation meint die ganzheitliche Wandelung hin zu klimafreundlichem bzw. klimaneutralem Handeln. Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit unternehmerischen Tätigkeiten oder Wirtschaften als Ganzes verwendet und zielt dabei auf einen umfassenden Umbau wirtschaftlichen Handelns, z. B. durch Dekarbonisierung oder CO2-reduzierende Maßnahmen.

Konsistenz
Konsistenz ist eine Nachhaltigkeitsstrategie, die auf den Einsatz alternativer Technologien und Stoffe abzielt und Beeinträchtigungen bzw. die Zerstörung von Ökosystemen verhindern will. Dies erfolgt meist durch Kreislaufsysteme, bei denen alle eingesetzten Materialien wiederverwertet werden.

Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft ist ein nachhaltiges und regeneratives Wirtschaftssystem nach dem Vorbild natürlicher Kreisläufe. Der ganzheitliche, ressourceneffiziente Ansatz zielt auf die Optimierung der Lebens- und Nutzungsdauer von Materialien und Vermeidung von Abfällen. Dies wird durch kontinuierliche Energie- und Materialkreisläufe realisiert, in denen alle Ressourcen weiter- und wiederverwertet werden. Kreislaufwirtschaft stellt das Gegenteil zur Linearwirtschaft dar.

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der das Ziel hat, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/k/index.htm

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verpflichtet Unternehmen dazu, entlang ihrer Lieferkette Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte und Umweltauswirkungen einzuhalten. Es soll sicherstellen, dass Unternehmen Verantwortung für ihre globalen Geschäftspraktiken übernehmen.

Quelle: https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/Gesetz-Unternehmerische-Sorgfaltspflichten-Lieferketten/gesetz-unternehmerische-sorgfaltspflichten-lieferketten.html#:~:text=Das%20Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz%2C%20kurz%20Lieferkettengesetz%2C%20regelt,und%20der%20Schutz%20der%20Umwelt.

Linearwirtschaft
Linearwirtschaft ist das aktuelle vorherrschende, nicht nachhaltige, Wirtschaftssystem, das sich u. a. durch den linearen Lebenszyklus von Produkten auszeichnet. Ressourcen und Rohstoffe werden gefördert, verarbeitet, für einen bestimmten Verwendungszweck genutzt und in der Regel anschließend weggeworfen („Wegwerfwirtschaft“), eventuell recycelt. Linearwirtschaft stellt das Gegenteil zur Kreislaufwirtschaft dar.

Materialzirkularität
Die Materialzirkularität beschreibt, wie kompatibel ein Unternehmen, ein bestimmtes Modell oder ein Produkt mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ist. Relevant sind dafür insbesondere Ausmaß und Effektivität des Materialflusses innerhalb eines Kreislaufsystems. Die Materialzirkularität kann durch den Materialzirkularitätsindikator beschrieben werden, welcher z. B. den Anteil wiederverwerteter Komponenten und die Recycling-Effizienz einbezieht.

Nachhaltigkeit 

Nachhaltigkeit bedeutet, gegenwärtige Bedürfnisse zu erfüllen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/k/index.htm

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst die Veröffentlichung von Informationen über ökologische, soziale und ökonomische Leistungen eines Unternehmens.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/k/index.htm

Nachhaltigkeitsdreieck
Das Nachhaltigkeitsdreieck ist eine Darstellung der Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales in Form eines Dreiecks. Das gleichschenklige Dreieck verdeutlicht die Beziehung der Dimensionen zueinander sowie deren Gleichwertigkeit und Verbundenheit.

Nachhaltigkeitsdimensionen
Unter Nachhaltigkeitsdimensionen werden die drei wesentlichen, gleichberechtigen und sich gegenseitig bedingenden Elemente der Nachhaltigkeit (Ökologie, Soziales und Ökonomie) verstanden.

Nachhaltigkeitsstrategie der EU
Die Nachhaltigkeitsstrategie der EU wurde 2001 in der EU Sustainable Development Strategy (EU-SDS) festgeschrieben und zielt auf die Umsetzung der Agenda 2030. Wichtige Ansätze der EU-SDS wurden in den European Green Deal integriert und dort fortgeschrieben.

Nachhaltigkeitszertifikate 

Nachhaltigkeitszertifikate bestätigen, dass Produkte oder Unternehmen bestimmte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.

Quelle: https://www.diqp.eu/was-ist-ein-nachhaltigkeitszertifikat/

Net Zero (Emissions)

Der Begriff bezeichnet den Punkt, an dem ein Gleichgewicht zwischen den in die Atmosphäre ausgestoßenen und der Atmosphäre entzogenen Treibhausgasen erreicht ist (Netto-Null-Emission von Treibhausgasen).

Quelle: https://www.climatepartner.com/de/wissen/insights/was-bedeutet-net-zero-wirklich

Obsoleszenz
Obsoleszenz im wirtschaftlichen Sinne meint das Abnutzen, Altern oder aus der Mode kommen von Gebrauchsgegenständen durch Ablauf der Lebens- oder Nutzungsdauer. Gründe dafür sind z. B. material- und nutzungsbedingten Qualitätsverlust, aber auch individuelle Beweggründe wie Wegfall des Nutzungsinteresses. In der Linearwirtschaft wird durch Hersteller teilweise bewusst die Produktlebensdauer eingeschränkt (bewusste Obsoleszenz), um Kunden zu Neuanschaffungen zu bewegen.

Offenlegungs-Verordnung
Die Offenlegungs-Verorderung der EU (Transparenz-Verordnung) wurde im November 2019 als Bestandteil des Sustainable Finance Aktionsplan der EU verabschiedet. Sie enthält nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken, im Finanzdienstleistungssektor.

Ökodesign
Ökodesign ist ein umfassender Gestaltungsansatz, der darauf abzielt, Produkte so zu entwerfen, dass sie während der gesamten Lebensdauer ihre Umweltleistung verbessern. Bereits in der Designphase sind daher Faktoren wie Energieverbrauch, Wartung, Reparatur, Wiederverwertung und Abfallbehandlung einzubeziehen. Die EU hat eine Ökodesign-Richtlinie zur Festlegung produktgruppenspezifischer Mindestanforderungen verabschiedet. 

Ökoeffektivität
Der Begriff der Ökoeffektivität wurde im Zusammenhang mit dem Cradle to Cradle Ansatz geprägt. Innerhalb wirtschaftlicher Prozesse soll kein Abfall entstehen, sondern alle Ressourcen und Materialien wie bei der Kreislaufwirtschaft wiederverwertet und so positive Mehrwerte für Umwelt und Natur geschaffen werden. Die Ökoeffektivität geht über den Ansatz der Ökoeffizienz hinaus, welche (lediglich) die Reduzierung negativer Umwelteinflüsse anstrebt. Im weiteren Sinne wird Ökoeffektivität auch als Konsistenz (Nachhaltigkeitsstrategie) verstanden.

Ökoeffizienz
Ökoeffizienz ist eine Nachhaltigkeitsstrategie, die versucht, ökologische und ökonomische Aspekte in Ausgleich zu bringen. So sollen Umweltbelastungen durch effiziente Energie- und Ressourcennutzung vermindert und gleichzeitig (Produktions-) Kosten verringert werden.  Ökoeffizienz zielt nicht zwingend auf Regeneration von Ökosystemen ab. Sie sollte daher durch weitere Nachhaltigkeitsstrategien (Konsistenz, Suffizienz) vervollständigt werden.

Ökosystemleistungen 

Ökosystemleistungen sind direkte und indirekte Beiträge von Ökosystemen zum menschlichen Wohlbefinden, z. B. Nahrung, sauberes Wasser und kulturelle Werte.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/o/index.htm

Ökostrom

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Er trägt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei.

Quelle: https://www.next-kraftwerke.de/wissen/oekostrom

Pariser Abkommen 

Das Pariser Abkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der darauf abzielt, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Quelle: https://www.bmz.de/de/service/lexikon/klimaabkommen-von-paris-14602

Planetare Grenzen
Planetare Grenzen sind neun von Wissenschaftler*innen bestimmte ökologische Belastbarkeitsgrenzen der Erde, deren Erreichen bzw. Überschreitung zur unumkehrbaren Instabilität von Ökosystemen führt und so die Existenzgrundlage für Leben auf der Erde bedroht. Wichtige planetare Grenzen sind der Klimawandel, der Rückgang von Biodiversität und die Versauerung der Meere. Es wird davon ausgegangen, dass einige planetare Grenzen bereits erreicht sind bzw. sehr bald erreicht sein werden.

Product Carbon Footprint
Der Product Carbon Footprint (PCF) ist eine Methode zur Berechnung des Treibhauspotenzials eines Produkts oder einer Dienstleistung, angegeben in CO2 Äquivalenten. Die Ermittlung der Klimawirkung erstreckt sich auf den gesamten Produkt- bzw. Dienstleistungslebenszyklus. Zur Bestimmung des PCF werden verschiedene ISO-Standards sowie der Product Standard des Greenhouse Gas Protocol herangezogen.

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist ein seit 2001 von der Bundesregierung berufener fachlich unabhängiger Rat, der die Regierung zur Nachhaltigkeitspolitik berät. Er setzt sich aus Personen des öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Der Rat hat u. a. den Deutschen Nachhaltigkeitskodex veröffentlicht.

Representative Concentration Pathways (RCPs)

Die Representative Concentration Pathways (RCPs) wurden für den fünften Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) entwickelt. Es handelt sich dabei um Werte, die vier Zukunftsszenarien für Änderungen des Strahlungsantriebs durch anthropogene Treibhausgase darstellen: RCP 2.6, RCP 4.5, RCP 6 und RCP 8.5. Diese Werte stehen für die im Jahr 2100 zu erwartende Änderung des Strahlungsantriebs im Vergleich zum vorindustriellen Antrieb (1850).
RCP 4.5 zum Beispiel bedeutet einen Strahlungsantrieb von 4,5 W/m2.

Rebound-Effekt
Der Rebound-Effekt (auch Rückschlageffekt) tritt ein, wenn sich positive Effekte von Effizienzsteigerungen (im Kontext der Nachhaltigkeit: Energie- und Ressourceneffizienz) nicht vollständig realisieren, weil es durch verändertes Nutzungsverhalten an anderer Stelle zu einem direkten oder indirekten Mehrverbrauch kommt. Rebound-Effekte können sich auf verschiedene Ebenen beziehen (z. B. Unternehmen, Haushalte, gesamtwirtschaftlich, international).

Ressourcenschonung 

Ressourcenschonung bezeichnet die sparsame und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, um Umweltauswirkungen zu minimieren.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/r/index.htm

Resilienz

Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, sich nach Störungen zu regenerieren oder anzupassen, ohne wesentliche Strukturen und Funktionen zu verlieren. Im Zusammenhang mit nachhaltigem Wirtschaften entsteht das Konzept der unternehmerischen Resilienz, das sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens bezieht, sich an unvorhergesehene Ereignisse und Krisen (z.B. die Klimakrise) anzupassen und sich davon zu erholen. Es geht darum, widerstandsfähig und in der Lage zu sein, Herausforderungen zu bewältigen, ohne die langfristige Lebensfähigkeit des Unternehmens und seines Umfelds zu gefährden.

Rezyklat
Rezyklate sind Sekundärrohstoffe oder Gegenstände, die durch Recycling von Kunststoffabfällen gewonnen werden. Dies erfolgt z. B. durch Mahlen (Mahlgut) oder Einschmelzen (Regranulat) der Abfälle bzw. Beigabe von Zusätzen (Regenerat). Rezyklate verlängern die Lebensdauer vorhandener Ressourcen und spielen z. B. in der Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle.

Scopes [SG1] (Emission Scopes)

Emission Scopes sind Kategorien, die für die Berechnung (CO2-Bilanz oder Corporate Carbon Footprint) und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen verwendet werden. Sie wurden vom Greenhouse Gas Protocol eingeführt und sind in drei Bereiche unterteilt.

In Scope 1 werden alle Treibhausgasemissionen (sog. CO2e-Emissionen) erfasst, die vom bilanzierenden Unternehmen direkt gesteuert werden können (direkte CO2-Emissionen). Dazu gehören die Verbrennung fossiler Energieträger (mobil und stationär), CO2-Emissionen aus chemischen und physikalischen Prozessen sowie Kältemittelleckagen aus Klimaanlagen.

Unter Scope 2 werden indirekte CO2-Emissionen ausgewiesen, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe bei der Erzeugung von Strom, Wärme, Kälte und Dampf bei externen Energieversorgern entstehen. Durch den Ausweis in einer eigenen Kategorie wird eine Doppelzählung beim Vergleich der CO2-Emissionen verschiedener Unternehmen vermieden.

Alle übrigen CO2-Emissionen, die nicht der direkten Kontrolle des Unternehmens unterliegen, werden unter Scope 3(sonstige indirekte CO2-Emissionen) erfasst.

Quelle: https://allianz-entwicklung-klima.de/toolbox/was-sind-scopes-geltungsbereiche-bei-der-berechnung-der-unternehmensbezogenen-treibhausgasemissionen/

Sustainable Development Goals (SDGs)

Die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) festgelegt hat, um eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Zukunft zu ermöglichen. Die Festlegung der Ziele gilt als eine Art Zukunftsvertrag der Weltgemeinschaft für das 21. Jahrhundert.

Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwju1ZOz88-DAxXrxQIHHYzfBc4QFnoECBYQAQ&url=https%3A%2F%2Fsdgs.un.org%2Fgoals&usg=AOvVaw2OAoADkursLaeVqubOJGAq&opi=89978449

Sozialunternehmen 

Sozialunternehmen verfolgen soziale oder ökologische Ziele und setzen Gewinne für die Verwirklichung dieser Ziele ein.

Quelle: https://www.wfb-bremen.de/de/page/stories/bremer-erfolgsgeschichten/was-ist-ein-sozialunternehmen

Suffizienz
Suffizienz bedeutet „ausreichen“ oder „genügen“ und stellt die Frage nach dem richtigen Maß. Im Kontext der Nachhaltigkeit richtet sie sich auf einen geringeren Ressourcenverbrauch, um die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten und ist auf Anpassung menschlicher Bedürfnisse bzw. des Konsumverhaltens gerichtet. Suffizienz ist neben Effizienz und Konsistenz ein wichtiger Bestandteil einer jeden Nachhaltigkeitsstratgie. 

Sustainable Finance
Sustainable Finance meint den im Juli 2021 überarbeiteten Aktionsplan der Europäischen Kommission für nachhaltige Finanzen zur Erreichung der Ziele des European Green Deal. Investitionen in nachhaltiges Wirtschaften sollen gefördert werden. Wesentliche Bausteine dafür sind die Einführung eines einheitlichen EU-Klassifikationssystem (EU-Taxonomie) und eines Eco-Labels für Finanzprodukte (Green Bond Standard) sowie die Festlegung bestimmter Transparenzpflichten in Bezug auf Nachhaltigkeit (Offenlegungs-Verordnung).

Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFRD)

Gibt vor, dass Finanzunternehmen dem Kunden offenlegen müssen, inwiefern sie Nachhaltigkeitsfaktoren in den Entscheidungsprozess für ihre Finanzprodukte einbeziehen und welche die nachteiligen Auswirkungen ihrer Finanzprodukte sind. 

Quelle: https://www.ffe.de/veroeffentlichungen/info-was-ist-eigentlich-die-sustainable-finance-disclosure-regulation-sfdr/

Taxonomie-Verordnung
Die Taxonomie-Verordnung der EU legt Kriterien fest, nach denen Wirtschaftstätigkeiten als „ökologisch nachhaltig“ einzustufen sind. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines Umweltzieles (z. B. Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft) leisten. Die Taxonomie-Verordnung richtet sich an Anbieter von Finanzprodukten, verpflichtet aber (indirekt) auch Unternehmen, die aufgrund der Corporate Sustainabilitiy Reporting Directive zur nichtfinanziellen Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind. Die Taxonomie-Verordnung gilt ab 2022.

Technosphäre
Technosphäre meint die Gesamtheit der durch den Menschen geschaffenen technischen Umgebung. Im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft sind schadstofffreie, nicht organische Materialien und Gebrauchsgüter aus der Technosphäre (z. B. Metalle) von Bedeutung, da sie insbesondere in technischen Kreisläufen Verwendung finden bzw. dort zirkulieren.

Transparenz-Verordnung
Transparenz-Verordnung meint die Offenlegungs-Verordnung der EU.

Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen sind Gase, die zum Treibhauseffekt beitragen und den Klimawandel verstärken. Denn Treibhausgasemissionen führen zu einem Anstieg der globalen Temperatur. Die Klassischen Luftschadstoffe sind für⁠Versauerung⁠ und ⁠Eutrophierung⁠ von Ökosystemen, aber auch für eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit verantwortlich. Beispiele hierfür sind CO2, Methan und Lachgas.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=Treibhausgas#alphabar

Treibhauseffekt 

Der natürliche Treibhauseffekt ist ein physikalisches Phänomen, das die Temperatur auf der Erde beeinflusst. Gase wie Wasserdampf und Kohlendioxid, die sich in der Atmosphäre befinden, bilden eine Art Schutzschild für die Erde. Sie reflektieren einen Teil der Sonnenstrahlen auf die Erde zurück und verhindern so, dass diese komplett ins All zurückgestrahlt wird. So ist es warm genug auf der Erde, um Leben zu ermöglichen.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Triple Bottom Line
Der Triple Bottom Line Ansatz ist eine 1994 von John Elkington für Unternehmen vorgenommene Spezifizierung des Drei-Säulen-Modells der nachhaltigen Entwicklung. Er dient als Leitbild unternehmerischer Verantwortung. Die „Bottom Line“, also das Ergebnis unter dem Schlussstrich der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, beschreibt die Leistung eines Unternehmens sowohl in finanzieller als auch sozialer und ökologischer Hinsicht.

Triple Top Line
Der Triple-Top-Line Ansatz befasst sich mit den Auswirkungen von Produktdesign auf die Nachhaltigkeitsdimensionen. Er basiert auf dem Cradle to Cradle Konzept. Im Gegensatz zum Triple Bottom Line Ansatz geht es nicht nur um den Ausgleich der Dimensionen und die Reduzierung von Nachteilen, sondern vielmehr um die Schaffung positiver Effekte. Es sollen Produkte hergestellt werden, die gesellschaftliche und ökologische Vorteile bringen und zugleich ökonomischen Wert haben.

Umweltauswirkungen 

Umweltauswirkungen sind direkte oder indirekte Effekte menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt, wie z. B. Ressourcenverbrauch und Emissionen.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/tags/umweltauswirkungen

Umweltfreundliche Produkte 

Umweltfreundliche Produkte minimieren negative Auswirkungen auf die Umwelt und tragen zu einer nachhaltigen Lebensweise bei.

Quelle: https://www.wirtschaftslexikon24.com/e/umweltfreundliche-produkte/umweltfreundliche-produkte.htm

Umweltschutz 

Umweltschutz umfasst Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vor negativen Einflüssen menschlicher Aktivitäten.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c

Upcycling 

Upcycling ist die kreative Wiederverwendung von Abfallmaterialien zur Schaffung von Produkten mit höherem Wert.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/upcycling_2004.htm

Verantwortungsbewusste Investitionen

Verantwortungsbewusste Investitionen berücksichtigen soziale und ökologische Aspekte, um positive Veränderungen zu fördern.

Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/i/investoren_879.htm

Wertschöpfungsketten
Eine Wertschöpfungskette meint die Abfolge der Kerntätigkeiten eines Unternehmens und beschreibt das Maß der wirtschaftlichen Leistung, die dadurch erbracht wird. Wertschöpfung wird meist als rein finanzieller Mehrwert verstanden, kann aber z. B. bei nachhaltigen Wirtschaftssystemen (z. B. Kreislaufwirtschaft) auch in ökologischen oder gesellschaftlichen Vorteilen liegen.

Wesentlichkeitanalyse

Die Wesentlichkeitsanalyse dient als Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und wird angewendet, um die ESG-Themen ( Umwelt, Soziales und Governance) mit den größten Auswirkungen oder der größten finanziellen Bedeutung zu identifizieren, über die berichtet werden soll. Es hilft, die relevantesten Themen zu identifizieren und zu priorisieren, die einen direkten Einfluss auf das Geschäft, die Stakeholder und die Umwelt haben. Im Kontext der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU wird das Konzept der „doppelten Wesentlichkeit“ eingeführt und dient der Wesentlichkeitsanalyse. Dabei muss ein Nachhaltigkeitsaspekt entweder die Kriterien der „Wesentlichkeit in Bezug auf Auswirkungen“, der „Wesentlichkeit in Bezug auf finanzielle Aspekte“ oder beide Kriterien erfüllen (siehe oben für eine genauere Definition der doppelten Wesentlichkeit).

Zero Waste 

Zero Waste bezeichnet einen Lebensstil, der darauf abzielt, Abfall zu minimieren und Ressourcen effizient zu nutzen.

Quelle: https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-fachbegriffe-lexikon/#c